Thomas Rings Astrologie-Buch von 1939

Die Werke von Thomas Ring, allen voran seine Astrologische Menschenkunde sind in der Astroszene bekannt, zählt Ring doch zu den großen deutschen Astrologen des 20. Jahrhunderts und Pionieren einer psychologischen Astrologie.

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich letztens ein älteres Werk Thomas Rings geschenkt bekam, „Menschentypen und Bildern des Tierkreises gespiegelt“ ist der Titel. Das Steinbock-Symbol auf dem Titel ist vom Autor selbst gezeichnet worden, ebenso wie die zwölf Tierkreiszeichen in den Kapiteln dieses Buchs. Denn Thomas Ring war nicht nur Astrologe, als Maler gehörte er nach dem ersten Weltkrieg zur deutschen Avantgarde der Expressionisten.

Es ist eine große Freude, dieses kleine Bändchen zu lesen, denn Thomas Ring schafft es, jedes einzelne Zeichens anschaulich und tiefgründig zu beschreiben. Ein paar Kostproben, zum Widder: Immer soll etwas geschehen und er will der Anführer sein. Oder zum Skorpion: Es ist das am wenigsten naive, mit halben Erklärungen zufrieden zu stellende Kind. Und aus dem Fische-Kapitel: Ein Charakter, dessen Schwierigkeit in einem Zuviel, an Fähigkeiten, einem Zuwenig an methodischer Selbstbeschränkung liegt.

Auch wenn die Inhalte für Menschen, die sich lange mit Astrologie beschäftigt haben, nicht neu sind, ist es die Sprache von Thomas Ring, die das Buch so besonders macht. Sie ist präzise und genau, gleichzeitig spürt man den vorurteilsfreien und weiten Blick dieses Astrologen, der im Zeichen des Schützen geboren ist.

Dieser zeigt sich vor allem im langen  einleitenden Kapitel über Typenlehren und eine organische Typologie, wie sie mit dem Tierkreis vorliegt. Die zwölf Zeichen sind jeweils Wesens-Konstanten als auch Bausteine. Nie existiert ein Typus in reiner Ausprägung, schreibt Ring. Trotzdem ist es wichtig, die Prinzipien zu kennen, denn aus ihnen entstehen die zutiefst individuellen Mischformen.

Das Buch erschien 1939, also mitten in der Zeit des Nationalsozialismus, die Thomas Ring zunehmend seiner beruflichen Möglichkeiten beraubte. Der Künstler und Astrologe war ein entschiedener Gegner der Nazis und 1927 in die KPD eingetreten. Bereits 1932 emigrierte er mit seiner Familie von Berlin ins österreichische Graz. Mitte der dreißiger Jahre verlor er sein deutsche Staatsbürgerschaft. Es ist glücklichen Umständen zu verdanken, dass dieses Buch 1939 überhaupt in Deutschland erscheinen konnte,

Umso mehr freue ich mich, nun die Originalausgabe von 1939 zu besitzen. Vielen Dank liebe Monika für das Geschenk.

Sterne auf dem Ruhrtalradweg

Anfang der Woche bin ich den Ruhrtalradweg von Winterberg bis Fröndenberg gefahren. Auf der ersten Etappe landete ich im Rosendorf Assinghausen, ca. 30 Kilometer hinter Winterberg. 
Dort ist ein Rosenkranzgarten, mit zwei kleinen Kapellen und einer Grotte, in der eine Mutter Gottes mit einem Kranz aus zehn goldenen Sternen steht.

In der ersten Kapelle finden sich Danksagungen an Maria, die Mutter von Jesus. In der zweiten kleineren Kapelle steht Jesus in der Ölbergszene vor dem Engel, der ihm den Kelch reichen möchte. Auch hier finden sich goldene Sterne in der blauen Kuppel. Weiterlesen →

Sternwarte am Insulaner – Berlin Schöneberg

Letztens habe ich in Berlin gearbeitet und eine Homepage gebaut. Für das Fotoshooting fuhren wir zum Südgelände [1], einem ehemaligen Eisenbahner-Standort in Schöneberg. Gegenüber vom Südgelände befindet sich die alte Sternwarte am Insulaner, die ich besucht habe.

Diese Sternwarte im alten Westberliner Stadtteil Schöneberg – an der Grenze zu Steglitz – ist auch unter dem Namen Wilhelm-Förster-Sternwarte bekannt. Sie wirkt wie so viele Sternwarten etwas veraltet Weiterlesen →

Sternwarten im Ruhrgebiet – Bochum

Die Sternwarte in Bochum wird gerne mit dem Planetarium in Bochum verwechselt. Während das Planetarium 1964 in Fußnähe zum Stadion des VfL Bochum  eröffnet wurde, ist die Sternwarte einige Jahre älter und liegt etwas außerhalb der Stadt.

Das Planetarium ist eine städtische Einrichtung und mit seiner Edelstahlkuppel ein echter Blickfang. Wir holen ihnen die Sterne vom Himmel, verspricht die Werbung und so bietet das Planetarium ein attraktives Programm. Dass die Teilnehmer*innen der Astrologie-Ausbildung gerne für einen gemeinsamen Ausflug ins Planetarium nutzen. Weiterlesen →

Sonne am Deszendenten

Die Stellung der Sonne am Deszendenten wird astrologisch grad- und minutengenau gemessen. In der klassischen Astrologie ist die Tatsache, ob das Horoskop ein Tages- oder Nachthoroskop ist, von entscheidender Bedeutung.

So fällt etwa die Berechnung vieler arabischer Punkte, zu denen auch der Glückspunkt zählt, unterschiedlich aus, je nachdem ob die Sonne über dem Horizont steht – oder unter dem Horizont. Im ersten Fall sprechen wir von einem Tageshoroskop, im zweiten Fall von einem Nachthoroskop. Weiterlesen →

Gedanken und Fragen zum Skorpion-Vollmond

Mitten im Leben sind wir im Tod! So lautet der Beginn eines gregorianischen Chorals aus dem achten Jahrhundert. Die Stierzeit ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres ist. Alles wächst und blüht, die Natur zieht ihr schönstes Kleid an.

Doch all die Schönheit dauert nur kurze Zeit. Schneller als man gucken kann sind die Magnolien verblüht und auch die Kirschblüte ist schon wieder vorbei. Denn alles Irdische ist vergänglich und wenn zum Vollmond in der Stierzeit der Mond genau gegenüber der Sonne steht, werden wir jedes Jahr daran erinnert, dass Leben und Tod unauflösbar miteinander verbunden sind. Weiterlesen →

Die erste Astro-Krimödie ist erschienen

Vor rund zwei Jahren stellte mir meine Freundin Brenda alias Lotte Minck am Telefon folgende Frage: „Sag mal, könnte nicht eine Astrologin Morde mithilfe von Horoskopen aufklären?“. Ich antwortete: „Klar, warum nicht?“

Aus diesem Telefonat ist eine Zusammenarbeit entstanden. Brenda ist Buchautorin oder genauer gesagt Queen of Crimedy. Für ihre neue Krimödienreihe mit der Heldin Stella Albrecht Weiterlesen →

Merkur wird bald wieder rückläufig

Am 23. März beginnt Merkur seine nächste Rückläufigkeitsphase. Dass die Planeten bis auf Sonne und Mond überhaupt rückwärts laufen, ist der Tatsache geschuldet, dass wir Astrologen (und die Astronomen übrigens auch) die Bewegungen der Planeten aus der Perspektive der Erde beobachten.

Merkur-Götterbote

Letztes Wochenende habe ich auf dem Astrokongress in Lippstadt die Beziehung von Sonne und Merkur genauer beleuchtet. In einem dreistündigen Workshop Weiterlesen →

Fische-Zeit und ein TV-Tipp

Die schönste Zeit des Jahres hat begonnen, die Fischezeit. Ein ganz winziger Hauch von Frühling liegt in der Luft, Schneeglöckchen und erste Krokusse sind zu sehen. Und abends in der blauen Stunde singen die Vögel munterer denn je.

Das Potenzial im Fischezeichen sind die Energien von Hoffnung und Zuversicht, die im Nichts gründen oder anders ausgedrückt lebt hier der Glaube, dass es ein Paradies auf Erden geben kann, trotz aller gruseligen Dinge wie Nazis, Hate- und Fakenews, Gewalt, Rassismus, Sexismus, Gier und so weiter. Weiterlesen →

Mond in der Stundenastrologie

Der Mond spielt in der Stundenastrologie eine wichtige Rolle. Seine Stellung im Zeichen und vor allem sein weiterer Verlauf erzählen eine Geschichte. Der Mond beschreibt den weiteren Verlauf einer Sache, im Falle einer Elektion verrät er uns, wie erfolgreich das Projekt werden kann.

Bei Fragehoroskopen ist der letzte Aspekt, den der Mond bildet, besonders wichtig, denn er gibt gemeinsam mit den Signifikatoren eine Antwort auf die Frage, die gestellt wurde. Anfänger der Stundenastrologie müssen hier ein wenig umdenken, denn die Aspekte des Mondes zählen nur in dem Zeichen, in dem er sich gerade befindet. Weiterlesen →