AstroGold – die Allrounder-App

Im März dieses Jahres habe ich die App Time Passages vorgestellt. Time Passages ist als Astrosoftware für den Mac schon jahrelang auf dem Markt, erst sehr viel später haben die Entwickler das Programm als App für`s iPhone und iPad herausgebracht.

astrogold

AstroGold ist den umgekehrten Weg gegangen, erst kam die App auf den Markt. Seit Herbst letzten Jahres gibt es das Programm als Software für Apple-Rechner. AstroGold ist besonders für professionelle Anwender interessant. Aus mehreren Gründen.

AstroGold basiert auf den Swiss Ephemeris, die hier bei der Besprechung von Astrologie Apps bereits mehrfach erwähnt wurden. Die Swiss Ephemeris sind vom Astrodienst in Zürich entwickelt worden. Sie erlauben die exakte und minutengenaue Berechnung von Horoskopen. Für Laien und Anfänger der Astrologie mag es keinen Unterschied machen, ob ein Aszendent nun bei 27 Grad 21 Minuten oder 27 Grad 49 Minuten liegt oder der Mond bei 1 Grad 13 Minuten oder 1 Grad 34 Minuten. Und für die Deutung eines Radix ist dieser Unterschied tatsächlich unerheblich.

Doch spätestens wenn mit Prognosen gearbeitet wird oder eine Geburtszeitkorrektur ansteht, sind genaue Rechenroutinen unverzichtbar. Doch zurück zu AstroGold. Man kann neben Transiten und Solaren die sekundären Progressionen berechnen, die beispielsweise in Astroworx oder Galiastro fehlen, aber in iKairon enthalten sind.

Sekundärprogression AstroGold Prognosemethoden AstroGold

Außerdem stehen für Direktionen mehrere Berechnungen zur Auswahl, sowohl der Naibodbogen als auch der mittlere Sonnenbogen lassen sich ermitteln. Selbst Lunare sind dabei. Transite können nicht nur für einen Tag, sondern in einer Liste für längere Zeiträume angezeigt werden.

Für mich persönlich sind die Progressionen unverzichtbar. Ich gucke sie mir für jede Jahresberatung an und habe die Erfahrung gemacht, dass vor allem der progressive Mond mit seinem Zyklus die Lernaufgaben der Seele und eine seelische Grundstimmung widerspiegelt.

Andrerseits sind die Transite der äußeren Planeten für den ersten Blick auf ein Horoskop ausreichend. Sie bilden die Krisenzeiten und einschneidende Veränderungen im Leben ab. Hier muss jeder für sich persönlich abwägen, welche Ansprüche an eine App oder Software gestellt werden.

Der Preis von 39,95 Euro für AstroGold als App ist vergleichsweise hoch, doch unbedingt gerechtfertigt. Denn es gibt nicht nur regelmäßige Updates. Die App erfüllt (nahezu) jeden Wunsch für professionelle AnwenderInnen.

Abgesehen von 25 verschiedenen Häusersystemen lässt sich jedes Horoskop auch mit dem siderischen Tierkreis berechnen. Sieben beliebte Ayanamshas sind enthalten. Aspekte können ein- und ausgeblendet werden. In der Aspekteliste sind die Orben verzeichnet, außerdem wird angezeigt, ob ein Aspekt applikativ oder separativ ist.

Aspekteliste in AstroGold

Für die Aspekte kann zwischen verschiedenen Sets gewählt werden. Ich nutze die Standardvariante, die alle Hauptaspekten und das Quincunx anzeigt. Asteroiden und die Planeten der Hamburger Schule können zugeschaltet werden. Lilith ist selbstverständlich auch dabei, sowohl der wahre als auch der mittlerer Wert.

Traditionelle Astrologen können zwischen verschiedenen Würden der Planeten wählen. In der Liste der Planeten werden zusätzlich die Deklinationen angezeigt. Und eine feine und kleine Überraschung erwartet die Käufer dieser App, die sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist. Mehrere Datenbanken mit rund 350 Horoskopen von bekannten Persönlichkeiten sind vorinstalliert.

Man merkt, dass AstroGold von kompetenten Astrologen (und Programmieren) für die Astro-Szene gemacht wurde. In meinen Augen ist AstroGold die derzeit beste AstroApp auf dem Markt. Einzig und allein die Grafik ist für mich gewöhnungsbedürftig. Die Jahrzehnte, in denen ich professionelle Software mit schönen Horoskopzeichnungen auf Windowsrechnern nutze, zeigen ihre Wirkung ;-).

Auch wenn ich AstroGold nicht auf einem Mac getestet habe, gehe ich davon aus, dass diese Software eine echte Alternative zu emulierten Windowsprogrammen auf dem Macbook bietet. Es folgt eine Liste der Neptunwelten-Blogbeiträge über Astro Apps und Astrosoftware von 2009 bis heute. Für mich als Anwenderin ist es spannend zu verfolgen, wie sich die Angebote (und Preise) in diesem Zeitraum verändert haben.

Astrologie für das iPhone – Juni 2009

Astrologie für dass iPad – Dezember 2010

Neue Astro Apps – Astroworx und Galiastro – November 2015

Astro Software für den Mac – Time Passages – März 2016

Jungfrau-Sonne und Kunst im Ruhrgebiet

Die Sonne ist jetzt im Zeichen Jungfrau. Ein Sommer, der keiner war, neigt sich seinem Ende zu. Die Natur zeigt uns in den kommenden vier Wochen, wie die Kraft der Sonne deutlich sinkt. Jungfrau ist die Zeit der Ernte, die Früchte sind reif, Pflaumen, Äpfel und Brombeeren… viele Kräuter können jetzt gepflückt und getrocknet werden.

Demeter und Poseidon

Früher, als die Menschen im Einklang mit der Natur lebten, wurden im Spätsommer Vorräte für die Wintermonate angelegt. Man traf Vorbereitungen für die dunkle Zeit des Jahres. Durch genaue Beobachtung und kluge Analysen versucht die Jungfrau, das Leben zu ordnen und berechenbar zu machen.

Sie möchte alle Ressourcen optimal nutzen. Sie gewinnt ihre Sicherheit und festen Boden unter den Füßen, indem sie sich auf alle Eventualitäten einrichtet und immer wieder neu an die äußeren Umstände anpasst.

In der Kunstszene des Ruhrgebiets finden wir zwei Künstler mit einer Jungfrau-Sonne. Es sind Erich Grisar, Journalist und Fotograf und der Druckgrafiker Hermann Kätelhön. Beide lebten im Ruhrgebiet der zwanziger Jahre.

Ihre genauen Beobachtungen des Alltagslebens in der Industrieregion sind typisch für die Art und Weise, wie sich dieses sechste Zeichen im Tierkreis mit der Umgebung auseinandersetzt.

Der Inhalt der Bilder, nämlich Arbeit und Alltag [1], entspricht den Inhalten des sechsten Hauses im Horoskop. Die Form, Druckgrafik und Schwarzweiß-Fotografie, steht für die nüchterne Wahrnehmung des Lebens, das dennoch ästhetisch aufbereitet wird.

Ausstellung Erich Grisar Zeche Zollverein

Erich Grisar wurde am 11. September 1898 in der Dortmunder Nordstadt als Sohn eines Fabrikarbeiters geboren. Nach dem ersten Weltkrieg arbeitet er als technischer Zeichner für ein Hüttenwerk und beginnt nebenher, seine Gedichte zu veröffentlichen.

Ab 1924 lebt er von seinen Einnahmen als Arbeiter-Schriftsteller und Journalist. Vier Jahre später entdeckt er die Bildreportage als Stilmittel, um über das Leben der Arbeiter in der Industrieregion zu berichten.

Horoskop Erich Grisar

Erich Grisar, 11. September 1898, Uhrzeit unbekannt, Dortmund, D
Datenquelle: Wikipedia Online-Enzyklopädie

Hermann Kätelhön zieht 1917 ins Ruhrgebiet. Er findet seine neue Heimat in der Künstlerkolonie auf der Margarethenhöhe in Essen. Dort betreibt er bis 1938 eine Druckwerkstatt und baut die keramische Werkstatt auf, die heute auf dem Geländer der Zeche Zollverein unterbracht ist.

Er bekommt  Aufträge aus der Industrie und druckt Urkunden für die Bergleute und Stahlarbeiter. Sein umfangreiches grafisches Werk zeigt die Arbeitswelt unter und über Tage, aber auch die Landschaft des Ruhrgebiets mit ihren Zechentürmen und rauchenden Schloten.

Horoskop Hermann Kätelhön

Hermann Kätelhön, 22. September 1884, Uhrzeit unbekannt, Hofgeismar, D
Datenquelle: Wikipedia Online-Enzyklopädie

Beide Künstler haben nicht nur die Sonne im Zeichen Jungfrau, sie teilen auch einen rückläufigen Jungfrau-Merkur miteinander. Hermann Kätelhön ist vierzehn Jahre älter als Erich Grisar. Kätelhöns Saturn im Zeichen Zwillinge steht dem Schütze-Saturn Grisars gegenüber.

Man kann davon ausgehen, dass sie sich kannten. Die Kunstszene im Ruhrgebiet war zu Beginn des letzten Jahrhunderts klein und überschaubar. Sie entstand gerade erst, teils durch den neuen Reichtum [2], den die Industrialisierung mit sich brachte, aber auch durch Künstler, die wie Kätelhön ins Ruhrgebiet zogen.

Hermann Kätelhön Bergleute auf dem Weg zur Arbeit

Sowohl Erich Grisar als auch Hermann Kätelhön sind genaue Beobachter und Chronisten ihrer Zeit. Grisars Fotografien sind fast ausnahmslos in seiner Heimatstadt Dortmund entstanden. Sie können noch bis zum Sonntag, den 28. August in einer Ausstellung auf der Zeche Zollverein besichtigt werden.

Kätelhön hatte aufgrund seiner guten Kontakte zur Familie Krupp Zugang zu den Zechen und Hüttenwerken des Ruhrgebiets. Er fuhr mit den Bergleuten ein und zeichnete sie während ihrer Arbeit unter Tage. Beide Künstler kannten den entbehrungsreichen und harten Alltag der Arbeiter aus eigener Anschauung. Und ihre Kunst war diesen Helden der Arbeit gewidmet.

Anmerkungen

 1 Sowohl bei Hermann Kätelhön als auch bei Erich Grisar finden wir weitere Schwerpunkte im Gesamtwerk. Während Grisars Fotonachlass zu jeweils ein Drittel aus Ansichten des Ruhrgebiets, Auslandsreisen und Reisen in Deutschland besteht, hat Kätelhön sein Hauptwerk bewusst als Gegensatz von Natur und Arbeit angelegt, dazu kommen zahlreiche Porträts.

 2 Das Essener Folkwang-Museum entstand Anfang der zwanziger Jahre durch den Ankauf der Sammlung von Karl Ernst Osthaus, der in Hagen Anfang des Jahrhunderts moderne Kunst sammelte. Der Ankauf durch die Stadt Essen wurde durch großzügige Spenden ermöglicht.
Das Rheinisch-Westfälische Kohlesyndikat (RWKS), Vorläufer der Ruhrkohle AG (RAG), die inzwischen auch schon längst Geschichte ist, und Bertha Krupp mit ihrer Mutter Margarethe waren die Mäzene, die mit großzügigen Zuwendungen entscheidende Impulse für eine Kunstszene im Ruhrgebiet gaben.

Griechische Mythen und die Astro-Zeitschrift Meridian

Die Geschichten und Gestalten der griechischen Mythologie sind eine ganz besondere Quelle, um die Planeten im Horoskop als tiefe Bewegungen der Seele zu verstehen. Eine Neuerscheinung dieses Jahres „Mythen und Planeten“ von Ernst Ott habe ich für den Meridian rezensiert. Sie erscheint in der kommenden Ausgabe für den Juli/August 2016.

Diese Ausgabe des Meridian mit dem Themenschwerpunkt „Die Kunst des Neuanfangs“ ist eine ganz Besondere. Nach 25 Jahren als Chefredakteur und 150 Ausgaben des Meridian verabschiedet sich Markus Jehle und übergibt die Redaktion an Holger Faß. Deshalb gibt es erst einmal ein paar Blümchen aus dem Ruhrgebiet.

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Beiden wünsche ich alles Gute, Markus für den neu entstehenden Freiraum und Holger ein gutes Händchen, um den Meridian weiter spannend und vielfältig zu gestalten. Weiterlesen →

Mars im Skorpion: EM 2016 und Brexit

Seit über zwei Monaten ist Mars im Rückwärtsgang unterwegs, seit vier Wochen läuft er wieder durch das Zeichen Skorpion. An diesem Wochenende hat Mars den Ort seiner Station bei 23 Grad Skorpion fast erreicht und steht so gut wie still.

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Ein guter Zeitpunkt also, um sich dem rückläufigen Mars im Skorpion zu widmen. Mars, der Krieger und Kämpfer agiert hier im achten Zeichen des Tierkreises, in seinem alten Domizil, kraftvoll und durchaus gewaltbereit.

Blickt man zurück auf die Ereignisse der letzten Wochen, die Fußball-EM in Paris, das Attentat von Orlando oder den Brexit am 24. Juni 2016, so fällt auf, dass Mars bei allen drei Ereignissen eine Rolle spielt. Weiterlesen →

Museum unter Tage in Bochum

Bochum hat ein (nicht mehr ganz so) neues Museum. Es heißt Museum unter Tage und steht im Schlosspark Weimar. Der Name ist passend gewählt, in mehrfacher Hinsicht. Tatsächlich liegen die Ausstellungsräume komplett unterirdisch. In sieben Meter Tiefe. Und das neue Museum ist ein Skorpion.

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Museum unter Tage, 14. November 2015, 12.00 Uhr (MEZ), Bochum, D
Datenquelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Die feierliche Eröffnung fand am Freitag, den 13. November um 19 Uhr statt. Weiterlesen →

Stierzeit und achtsames Leben

In diesem Jahr eignet sich die Stierzeit ganz besonders, um das Leben zu genießen, zu entschleunigen und alle Dinge etwas langsamer und gemütlich angehen zu lassen.

Die Blütenpracht hat sich langsam entfaltet, da es lange kühl war. Vier Planeten stehen immer noch retrograd, Saturn und Pluto als Langsamläufer sowie Mars und Merkur, die vor allem dafür sorgen, dass wir zur Ruhe kommen.

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Und da Jupiter sich erst seit wenigen Tagen wieder vorwärts bewegen wird, lohnt es sich, innezuhalten und sich zu besinnen. Weiterlesen →

Ein Neptun von Markus Lüpertz für den Hafen in Duisburg

Die Stadt Duisburg feiert in diesem Jahr ein weiteres großes Jubiläum. Der Hafen wird im September 300 Jahre alt. Viele Festlichkeiten sind geplant. Unter anderem hat die Hafengesellschaft den Künstler Markus Lüpertz beauftragt, eine großformatige Skulptur zu schaffen, die Ende Mai enthüllt wird.

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Inzwischen weiß man, dass Lüpertz an einer Großplastik des Meeresgottes Poseidon arbeitet, die unterhalb der Rheinbrücke aufgestellt wird. Also dort, wo Rhein und Ruhr zusammenfließen. Weiterlesen →

Letzter Widdertag und Mars im Rückwärtsgang

Am heutigen Dienstag wechselt die Sonne abends um halb sechs ins Zeichen Stier. Die Widderzeit ist damit vorbei. Mars als Herrscher des Widder hat zudem am Sonntag den Rückwärtsgang eingelegt.

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Er wird während der kommenden zweieinhalb Monate nicht mehr vorwärts stürmen, was ja seinem eigentlichen Naturell entspricht, sondern die Strecke von 8 Grad Schütze bis 23 Grad Skorpion wieder zurückwandern. Mars verliert also an Kraft, Weiterlesen →