Die Ausstellung Sputnik 50 – Kosmos, Kommunismus, Kalter Krieg wurde bereits am 10. August eröffnet. Doch heute genau vor 50 Jahren startete die Rakete mit dem kleinen Satelliten an Bord von der Startrampe des Kosmodrom Baikonur.
Mit den Funksignalen, die Sputnik Minuten nach dem Start zur Erde sandte, begann das Wettrüsten zwischen Sowjets und Amerikanern – und dabei ging es nicht nur um die Vorherrschaft im All.

Der erste Satellit im All - Bildquelle: NASA
Die Sternwarte in Bochum unter ihrem Leiter Heinz Kaminski war damals eine der wenigen Einrichtungen, die mit ihrem technischen Equipment diese Funksignale aus dem All empfangen konnte.
Zum 50. Jahrestag des Sputnik wird nun mit einer Ausstellung an die Geschichte der Weltraumfahrt in den Zeiten des Kalten Krieges erinnert, dabei sind die technischen Fortschritte im Kontext der politischen Systeme mit ihren gegensätzlichen Wertvorstellungen dargestellt. So werden Visionen, aber auch Ängste, die mit der Eroberung des Alls einhergingen, deutlich gemacht.
Während die UdSSR den Sieg des Sozialismus anstrebte und die ersten Kosmonauten zu Volkshelden erklärte, versuchten die USA im Gegenzug, technische Überlegenheit mit der Gründung einer eigenen Weltraumbehörde, der NASA, zu erreichen und schrieben sich den Kampf für die demokratische Freiheit des Westens auf die Fahne.

Sputnik-Start, 4. Oktober 1957, 22.38 Uhr (MST), Baikonur, RUS
Datenquelle: Raumfahrer.net
Zum Horoskop des Sputnik-Starts einige Deutungsanregungen:
Der Löwe-Aszendent mit einer Sonne-Jupiter-Konjunktion steht für den Stolz (Löwe) des sowjetischen Volkes (Haus 4) und dem Bemühen der Sowjets, den real existierenden Sozialismus als die bessere und gerechtere der zwei Welten (Waage) erscheinen zu lassen. Uranus im ersten Haus ist ein Hinweis auf den erfolgreichen Raketenstart, Sputnik 1 steigt pfeilgerade auf in den Himmel!
Ein MC im Zeichen Widder mit Waage-Mars in Haus 3 erklärt die gelungene Übermittlung der ersten Funksignale aus dem All.