1923 besetzten französische Truppen das Ruhrgebiet. Zuvor war das Deutsche Reich Zahlungsverpflichtungen aus dem Versailler Friedensvertrag nicht nachgekommen. Als die Reichsregierung die Bevölkerung zum passiven Widerstand aufrief, eskalierte die Situation Karsamstag bei einer Widerstandsaktion auf dem Kruppgelände in Essen. Soldaten schossen wahllos in die Menge, töteten dreizehn Arbeiter und verletzten 52 Personen.

Französische Truppen verlassen Dortmund-Hörde 1924 © Bundesfilmarchiv
Heute zeigt das Stadtarchiv Bochum eine Dokumentation zur Ruhrbesetzung 1923. Filmemacher Claus Bredenbrock entdeckte unveröffentlichtes Material in einem Pariser Museum und verarbeitete diese Aufnahmen. Und da seine Doku “Franzosen im Revier” bereits auf Phoenix und im WDR gesendet wurde, weiß ich, dass der Stadtteil, in dem ich lebe, das Bochumer Ehrenfeld, im Film auftaucht.
Ich bin sehr gespannt und finde es interessant, dass fast exakt eine Uranus-Runde später diese Zeitzeugnisse wiedergefunden werden.