Ja, wer hätte das gedacht? Die kleine Stadt Hagen am Rande des Ruhrgebiets hat schon vor 50 Jahren ein maßstabsgetreues Modell des Planetensystems errichtet.

Im Mittelpunkt steht die goldene Sonnenkugel, die im Ratskeller zu besichtigen ist. Auf dem großen Platz vor dem schönen Ratsgebäude wird Merkur in Form einer Bodenplatte gezeigt. Von dort aus lassen sich auf einem Spaziergang zum Bahnhof die sieben alten Planten bis Saturn finden, die äußeren Planetentafeln liegen schon in den Vororten.

Jede Bodenplatte enthält die wichtigsten astronomischen Eigenschaften der Planeten. Ohne die Merkurplatte bleiben die Größenangaben vielleicht etwas unverständlich, denn nur dort finden sich alle die Erklärungen zum Maßstab des Hagener Modells: 1*mm entspricht 1000 km, 1*cm sind 10.000 km und 1* mm eine Million km. In der Nähe des Jupiters und des Saturns sind zusätzliche Platten zu den größten Monden in den Boden eingelassen.
Eine Platte haben wir gestern mit unserer Astrogruppe im Volkspark lange gesucht: die Asteroiden. Sie werden im Hagener Modell mit einer Extratafel am Rande des Volksparks geehrt.

Die Asteroiden sind hier als Kleinplaneten im Gürtel zwischen Mars und Jupiter zu sehen. Darüber hätte sich Beate Metz ganz sicher gefreut. Und wie gerne hätte ich ihr ein paar Fotos zugeschickt….
Ebenfalls im Volkspark steht das Astrozentrum, eine Skulptur mit silberner Kugel zwischen drei blauen Stahlträgern. Die Kugel symbolisiert die Sonne.

Das Hagener Astrozentrum
Im Kreis um die Sonne herum sind zwölf Tierkreiszeichen angeordnet. Die Zeichen Skorpion und Jungfrau werden übrigens seitenverkehrt gezeigt!?


Zum Jubiläum in diesem Jahr gab es ein Konzert im Park und die Musiker, die ihre Stücke den Planetentafeln gewidmet haben, sind auf einer CD vereint. Weitere Infos und Hörproben gibt es auf MySpace. Überhaupt kann man das Hagener Planetenmodell auf einer virtuellen Tour besichtigen und dabei ganz nebenbei einiges über das Planetensystem lernen.
Ich als Hagenerin kann das Hagener Planetenmodell nur empfehlen. Es macht Spaß, ganz bewusst die Bodenplatten zu entdecken, auch die Sonne im Ratskeller. Außerdem ist die Hagener Innenstadt sehr schön, nicht nur zum bummeln, denn das Emil Schuhmacher Museum bietet auch “Kultur und Kunst”. Ein Ausflug nach Hagen lohnt sich auf jeden Fall.
Ja, das kann ich nur bestätigen, das Emil Schumacher Museum, das erst im August dieses Jahres eröffnet wurde, lohnt sich in jedem Fall, alle Infos gibt es übrigens hier: http://www.esmh.de/esmh.html.
[...] meiner Überraschung habe ich nach dem ersten Besuch auf der Seite bemerkt, dass die Herausgeber in Hagen wohnen, also direkt um die Ecke, am Rande des [...]