Die Geschichte der Uranus-Entdeckung ist bemerkenswert! Der erste der drei Planeten jenseits von Saturn wurde mehr oder weniger zufällig gefunden.
Es war Friedrich Wilhelm Herschel, der am 13. März 1781 einen Lichtpunkt im Sternbild Zwillinge sah und diesen Punkt zunächst für einen Kometen hielt. Nach weiteren Beobachtungs-Nächten wurde ihm jedoch klar, dass er einen neuen Planeten entdeckt hatte. Doch halt, stopp!
Um die Geschichte richtig zu erzählen, muss nun Friedrich Wilhelms Schwester erst einmal vorgestellt werden.

Bildausschnitt der Dinner Party von Judy Chicago
Caroline Lucretia Herschel, am 16. März 1750 in Hannover geboren, war die erste Frau, die in der Geschichte der Astronomie einen gewissen Berühmtheitsgrad erreichte. Und das hatte sie ihrem Bruder zu verdanken, der die kleine Schwester zunächst als „Haushälterin“ und Sängerin in seinem Chor engagierte, nachdem er 1772 eine Stelle als Organist und Konzertleiter im südenglischen Bath angetreten hatte.

Caroline Herschel, 16. März 1750, 12.00 Uhr (LMT), Hannover, D
Datenquelle: Wikipedia, die Uhrzeit ist nicht bekannt
Friedrich Wilhelm war also Musiker – und Astronom aus Leidenschaft! Er baute eigene Spiegelfernrohre und seine Schwester half ihm dabei, indem sie die Spiegel polierte und schliff. Caroline lernte aber auch Algebra und Trigonometrie, um selbständige Himmelsbeobachtungen durchführen zu können.
Merkur steht in den Fischen. Das ist klassisch gesehen die denkbar ungünstigste Merkurposition, da der schnelle und flinke Götterbote hier gleichzeitig im Fall und im Exil steht. Trotzdem wird Caroline als kluge Frau beschrieben, die bei aller Bescheidenheit ihre Intelligenz zu nutzen wusste. Möglicherweise ist das Quadrat zum Saturn für ihre Fähigkeit zur geistigen Konzentration zuständig, vielleicht müssen überlieferte Sichtweisen aber auch einmal hinterfragt – und über Bord geworfen werden.
Die Entdeckung des Uranus brachte eine Wende im Leben der beiden Geschwister, Friedrich Wilhelm wurde Königlicher Hofastronom in Windsor und Caroline durfte als seine wissenschaftliche Assistentin arbeiten. Luise Pusch berichtet auf ihrer Seite fembio.org, dass Frau Herschel als erste Frau in der Geschichte ein Gehalt für wissenschaftliche Tätigkeiten erhielt.
Ihre großartigen astronomischen Leistungen in den kommenden Jahrzehnten sind im Wikipedia-Eintrag nachzulesen, doch nun zurück zum Planeten Uranus, für den es in der Astrologie (und Astronomie) zwei Signaturen gibt.


Das allgemein bekannte und links abgebildete Symbol weist darauf hin, dass Uranus die mächtige Sonne (und damit das menschliche Ego) zu relativieren vermag. Dies geschieht durch die übergeordneten Kräfte des Himmels (wahlweise der geistigen Wirklichkeit), die in dem nach oben gerichteten Pfeil ausgedrückt werden. Das rechte Symbol hingegen zeigt über dem Kreis ein stilisiertes H, es ist eine Würdigung des Geschwisterpaares Herschel.