Himmelsforscher und Sternenkundige 2

Klaudios Ptolemaios war ein griechischer Astronom, Astrologe, Mathematiker, Philosoph und Naturforscher. Er lebte vermutlich von ca. 100 n. Chr. bis 160 n.Chr. in Alexandrien.
Aus seinem Leben sind keinerlei Einzelheiten bekannt, trotzdem gilt Claudius Ptolemäus, so lautet der lateinische Name, als bedeutendster Astrologe der griechischen Antike.

Claudius Ptolemaeus

Klaudios Ptolemaios mit Messinstrumenten

Seine von den Arabern als Almagest bezeichnete mathematische Sammlung und das astrologische Lehrbuch Tetrabiblos wurden zur Grundlage für die gesamte mittelalterliche Astrologie. Im Almagest beschreibt Ptolemäus in 13 Bänden u.a. die 48 klassische Sternenbilder und erklärt die Ursachen von Sonnen- und Mondfinsternissen. Auch die Positionen der Fixsterne werden genau beschrieben.

Albrecht Dürer verwendete die Angaben des Ptolemäus für seine Sternkarten von 1515, die in der Folgezeit nahezu unverändert übernommen wurden, z.B. 1603 in der Uranometria von Bayer und im Atlas Coelestis von Flamsteed, 1725 veröffentlicht.

Auch die astronomischen Berechnungsgrundlagen und die Darlegung des geozentrischen Weltbildes mit Beweisführung sollten bis in die Neuzeit hinein ihre Gültigkeit behalten.

Das geozentrische Weltbild
Ptolemäisches Weltbild in Andreas Cellarius Harmonia Macrocosmica

In den Tetrabiblos, den vier Büchern der Astrologie, formulierte Ptolemäus die Grundlagen der damals bekannten Sterndeutung. Die astronomischen Grundlagen für eine Einteilung der Ekliptik in zwölf gleich große Tierkreiszeichen hatte bereits Hipparchos von Nicäa mit seiner Entdeckung der Präzession geschaffen.

Die große Leistung des Ptolemaios bestand darin, die Planetenastrologie der Babylonier mit dem Tierkreis der griechisch-ägyptischen Astronomen zu verbinden.

Als Regelwerk zur Deutung von Geburtshoroskopen sind die Tetrabiblos eines der zentralen Werke der Astrologie geworden.