Waage und Skorpion

Auf der Schwelle von der Waage- zur Skorpionzeit kommt Bryan Ferrys neues Album „Olympia“ in die Läden. Es ist das dreizehnte Album des britischen Musikers, der mit Roxy Music eine der dekadentesten Bands der frühen Siebziger gründete.

Bryan Ferry, 26. September 1945, 11.30 Uhr (GDT), Washington, GB
Datenquelle: Astrodatabank mit einem A-Rating

Das Horoskop zeigt einen Skorpion-Aszendenten und eine Waage-Sonne in Haus 10. Die Sonne bildet ein Stellium mit Jupiter/Neptun in der Waage und Merkur in der Jungfrau.

Ein Sinn für Schönheit kann dem Horoskopeigner attestiert werden, Bryan Ferry studierte Kunst, bevor er Rockmusiker wurde. Das Ego (Sonne) kommt mit Jupiter und Neptun überschwänglich und leicht selbstherrlich daher. „Bitte sagen Sie Gesamtkunstwerk zu mir,“ fordert Mr. Ferry im FAZ-Interview vom 20. Oktober bei der Vorstellung seines neuen Albums.

Doch Ferry ist nicht nur die nette und etwas eitle Waage von nebenan. Der Skorpion-AC zeigt sich in jungen Jahren als Freude am Tabubruch. Roxy Music waren Glamrock pur und lieferten bei ihren Liveauftritten eine abgefeimte Transvestitenshow.
Berühmt-berüchtigt sind auch die heftigen Streitigkeiten mit Brian Eno, der die Band bereits 1973 nach dem zweiten Album verlässt. Interessante Nebenbemerkung für die Ruhrpott-Leser, der Vater von Bryan Ferry war Bergarbeiter und betreute die Grubenpferde unter Tage.

Und hier kommt der Meister der Selbstinszenierung mit seinem großen Hit aus den Achtzigern „Don`t stop the dance.“