Der kleine Neptun in Duisburg

In der Fußgängerzone von Duisburg gibt es eine Brunnenmeile. Neben dem berühmten Brunnen von Niki de Saint-Phalle findet der Flaneur auf der Münzstraße einen ca. vier Meter hohen Brunnen, auf dem oben ein großer Fisch mit einem kleinen Jungen thront. Der Kleine hält Neptuns Dreizack wie eine Waffe in seiner Hand.

Tritonbrunnen in Duisburg mit Dreizack

Für die LeserInnen außerhalb des Ruhrgebiets ein paar Fakten: Duisburg hat den größten Binnenhafen Europas. In dieser Stadt fließen Ruhr und Rhein zusammen undder Rhein-Herne-Kanal mündet in Duisburg in den Rhein. Insofern ist Wasser ein zentrales Element in dieser Stadt und so stand dieser Brunnen, der den Wassergöttern geweiht ist, bis 1971 im Durchgang zum Rathaus.

Wer ist der kleine Junge, der Neptuns Dreizack trägt? Es ist Triton, in der griechischen Mythologie Sohn des Meeresgottes Poseidon und der Meeresgöttin Amphitrite. Diese Familie lebt im Meer. Alle haben einen Fischeschwanz statt menschlicher Füße.

Hans Christian Andersen hat ihnen sein wunderbar-trauriges Märchen von der kleinen Meerjungfrau gewidmet. Diese Geschichte erklärt, was es bedeutet, nicht auf der Erde in der sogenannten Wirklichkeit zu leben, sondern den Ozean als Heimat zu haben.

Menschen mit einer starken Neptun- oder Fischebetonung im Horoskop wissen, wie es sich anfühlt, den Gewässern des Lebens so nahe zu sein. Die aktuelle Zeitqualität dieser Woche, das Wasserdreieck unter Beteiligung von Neptun im Zeichen Fische, kann uns allen das Wesen des Wasserelements näher bringen.

Tritonbrunnen in Duisburg

Dazu gehört es, sich mit allen lebenden Wesen verbunden zu fühlen,  mitzufühlen und zu erkennen, dass es mir gut geht, wenn es allen Lebewesen um mich herum gutgeht. Wasser bedeutet aber auch, die Verbindung zu den eigenen Tiefen zu spüren. Und das kann durchaus beängstigend sein.

Zum Beispiel immer dann, wenn wir von Gefühlen überschwemmt werden. Ebenso kann man aber auch versumpfen, wenn es zu wenig frische Luft gibt, das Wasser sich zu wenig bewegt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine inspirierende Woche und ein glückliches Händchen, um so wie der kleine Triton auf den Wogen der Gefühle zu reiten.