Astrologenkongress in Bonn- eine kleine Nachlese

Letztes Wochenende fand in Bonn der jährliche Kongress des Astrologen-Verbandes (DAV) statt. Das Tagungshotel liegt in der Nähe der Rheinauen und ist recht komfortabel. Das Essen ist gut und so hatten wir im Verbund mit dem Wettergott beste Bedingungen, um Kollegen und Kolleginnen zu treffen und tolle Vorträge zu hören.

Gustav Stresemann Institut (GSI) in Bonn

Das bildhafte Denken der Astrologie stand im Mittelpunkt zweier Vorträge, gleich zu Beginn zeigte Ernst Ott, wie das Tarotspiel die astrologische Beratung bereichern kann und Alexander von Schlieffens Vortrag „Der innere und der äußere Raum“ bildete am Sonntagnachmittag den glanzvollen Schlusspunkt.

Alexander erklärte am Beispiel zahlreicher Künstler, wie sehr sich Aszendent und Sonne des Horoskops in der Gestaltung des Bildraums niederschlagen, eindrücklichstes Beispiel war für mich Peter Paul Rubens, dessen AC im Löwen steht, während die Sonne sich im Krebs befindet.

Peter Paul Rubens - Raub der PersephonePeter Paul Rubens – Der Raub der Persephone durch Hades, 1668

Dementsprechend sind nahezu alle Rubens-Gemälde auf das Bildzentrum konzentriert, während die Schütze-Künstler beispielsweise aus dem Bildraum nach oben streben. Ohne jetzt all die tollen Vorträge einzeln zu erwähnen, möchte ich noch kurz auf meinen Vortrag über „Pluto und das Ruhrgebiet“ hinweisen.

Ehrlich gesagt war ich etwas unsicher, ob ein solches Thema außerhalb des Ruhrpotts interessant genug sein könnte, aber dem anschließenden Feedback zufolge fand mein Vortrag großen Anklang. Und so konnte ich einen echten Beitrag zur Image-Verbesserung des einstmals schwarzen Reviers geleistet.

Eins der anrührendsten Highlights war die Verleihung des Goldenen Jupiter an Erik van Slooten. Rolf Liefeld hielt die Laudatio und es gab Standing Ovations für Erik, der mit seiner humorvollen Art unzählige Seminare zur Stundenastrologie in ganz Deutschland gehalten hat. Die Wiederentdeckung der Lehren der Antike, die Erinnerung an die Wurzeln, die eine psychologische Astrologie in der Klassik hat, ist damit auch sein ganz besonderer Verdienst.

Planeten-Klangschalen

Was gibt es sonst noch zu erzählen? Wie jedes Jahr war der Chironverlag mit einen großen Büchertisch vertreten, der Tarotverband hatte seinen Stand direkt gegenüber, ebenso Gerhard Hoeberth mit seinen Horoskop-Mandalas. Im Saal zeigte Rita Gil Brand ihre Ölgemälde, die handgeblasenen Planetenperlen von Sabine Bends gab es zu bestaunen, Birgit von Borstels Wandschmuck mit Renaissance-Motiven und die beeindruckenden Planeten-Klangschalen von Christina Plate.

Bei einer Tombola mit vielen, vielen Gewinnen habe ich zwei Bücher gewonnen, eins über die Freuden und Mühen der Arbeit und einen Bildband über die 50 schönsten Geschichten der Mythologie. So bin ich am Sonntagabend reich beschenkt nach Hause gefahren und freue mich jetzt schon auf den nächsten Kongress in 2015.