Frohe Weihnachten

Ein Weihnachtsbild im Astroblog muss natürlich immer die Heiligen Drei Könige zeigen. Die drei weisen Männer oder Magiere waren Astrologen. Sie kamen aus dem Morgenland und waren einem Stern gefolgt, um das neugeborene Jesuskind zu besuchen und ihm Weihrauch, Myrrhe und Gold zu schenken.

Heilige Drei Könige

Der Stern, den die Astrologen damals sahen, war vermutlich eine Konjunktion der beiden großen Planeten Jupiter und Saturn. Und das Jesuskind ist symbolisch betrachtet nichts anderes als die Personifikation der Sonne, die zur Wintersonnenwende an ihrem tiefsten Punkt angelangt ist und nun wiedergeboren wird. Für die Christen mag dies das Bild des Jesus sein, doch es ist gleichzeitig Sol Invictus, die unbesiegbare Sonne, die immer wiederkehrt.

So feiern wir heute nicht nur die Geburt eines heiligen Kindes, sondern gleichzeitig die Wiederkehr des Lichts, denn von nun an werden die Tage langsam und allmählich länger. Mit der Wintersonnenwende, drei Tage vor dem heiligen Abend, ist die Sonne an ihrem Tiefpunkt angekommen. Jetzt ereignet sich die Wende. Auch wenn die Landschaft um uns herum karg und winterlich ist, wartet das neue Leben schon unter der Erdoberfläche, bereit, sich zu entwickeln und zu entfalten. Die Zeit zwischen den Jahren lädt ein, diesen Moment in aller Ruhe zu spüren und nach innen zu schauen.

In diesem Sinne wünsche ich den Leserinnen und Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und eine friedliche Zeit zwischen den Jahren.

P.S. Das Gemälde, das die Helligen Drei Könige ungewohnt lebendig zeigt, ist von Francisco Henriques, der im 16. Jahrhundert in Portugal lebte. Der Titel des Bildes lautet „Die Anbetung der heiligen drei Könige“ oder im Original „Adoração dos Reis Magos“.