Astro-Alex und die uranische Sicht auf die Erde

Alexander Gerst, in sozialen Netzwerken als Astro-Alex bekannt, hat ein halbes Jahr im All auf der Raumstation ISS gelebt. Auf der re:publica 2015 sprach er gestern eine Stunde lang über seine „Blue Dot Mission“ und erzählte von Forschungen und dem Alltag eines Astronauten im All.

Das Video lässt sich auf YouTube anschauen und ab Minute 28 wird es ziemlich beeindruckend. Es geht nämlich um die Frage, was passiert, wenn man die Erde vom Weltall aus beobachtet und wie diese Wahrnehmung von ganz weit draußen die Sichtweise verändert.

In der Astrologie steht der Planet Uranus für diesen distanzierten Blick von oben, der unser Bewusstsein tatsächlich zu erweitern vermag. Wie das genau funktioniert, schildert Alexander Gerst in diesem Vortrag sehr eindrücklich.

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung muss Distanz gar nicht zwingend bedeuten, ohne Gefühl an die Dinge heranzugehen. Vielmehr geht es um einen Wechsel der Perspektive – und um einen anderen Standpunkt.

Leider ist die Geburtszeit des Astronauten nicht bekannt, so bleibt nur das Tagesdatum, um sich ein paar Gedanken über Planet Uranus in einem Astronautenhoroskop zu machen.

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Alexander Gerst, 3. Mai 1976, 12.00 Uhr (MEZ), Künzelsau, D
Datenquelle: Wikipedia, Geburtszeit unbekannt

Die Stier-Sonne geht eine weite Konjunktion mit Jupiter und Venus ein, der Uranus auf vier Grad im Skorpion steht ziemlich exakt in der Halbsumme von Jupiter und Venus. Vielleicht musste es tatsächlich ein Stiergeborener sein, der uns die Schönheit und auch die Verletzlichkeit unseres Heimatplaneten wieder nahebringt, indem er die Erde aus 28.000 km Entfernung betrachtet und seine Bilder und Gedanken mit uns allen teilt.

P.S. Während seiner Mission im All twitterte Astro Alex täglich über alles, was er erlebte. Innerhalb von kürzester Zeit wuchs die Zahl seiner Follower auf über 200.000.