Wie war es beim Astrokongress?

Inzwischen ist der Astrologenkongress, das große Familientreffen der deutschsprachigen Astroszene, schon wieder Vergangenheit. Im DAV-Journal wird ausführlich über die drei Tage in Bonn berichtet und wer wissen möchte, wie das Programm  ausgesehen hat und über welche Themen gesprochen wurde, kann dort alle Details nachlesen.

astrologenkongress-2015Mein Bericht ist dieses Mal sehr persönlich gehalten. Ich möchte erzählen, was ich als Besucherin erlebt habe und worüber ich mich besonders gefreut habe. Fangen wir bei der Mitgliederversammlung an, die immer am Freitagnachmittag vor dem Kongress stattfindet.

Ein neuer Vorstand und andere Posten wurden gewählt, viele Berichte verlesen. Auch wenn der Astrologenverband ein großer Verband mit rund 700 Mitgliedern ist, geht es dort halt zu wie in allen anderen Vereinen. Alles muss seine Ordnung haben und satzungsgemäß sein.

Nach dem Abendessen wurde der Kongress vom neuen Vorsitzenden Klemens Ludwig eröffnet, Markus Jehle hielt den ersten Vortrag und anschließend gab es eine Präsentation mit dem Namen „Ein Fluss hat viele Quellen“. AstrologInnen aus aller Welt und allen historischen Zeiten wurden vorgestellt und ich habe mich gefreut, dass eine alte Lehrerin Olga von Ungern-Sternberg unter all diesen beeindruckenden Persönlichkeiten vertreten war.

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Nach dem offiziellen Programm habe ich mich lange mit Darby Costello unterhalten. Ich hatte sie über 20 Jahre nicht gesehen und nachdem wir im Schnelldurchlauf persönliche Themen abgehandelt hatten, stand die Astrologie im Mittelpunkt, vor allem die aktuellen Konstellationen, Neptun in Fische, Jupiter in der Jungfrau und Saturn in Schütze….

transplutoAm Samstagmorgen ging es morgens um halb zehn gleich weiter mit einem Vortrag von Heidi Treier zu Transpluto. Transpluto, auch Isis genannt, ist noch gar nicht entdeckt worden. Wie sich trotzdem mit diesem Planeten jenseits von Pluto arbeiten lässt, hat Heidi an ausgewählten Horoskopen eindrücklich erläutert.

Eins meiner Highlights folgte direkt anschließend: Anita Ferraris und Christian König stellten die Zusammenhänge von Alchemie, Astrologie und Psychologie in einer perfekten Präsentation dar. Das war überaus ästhetisch und sehr klug gemacht. Die Alchemie ist nun wahrlich ein anspruchsvolles Thema und es war beeindruckend, wie leichtfüßig und unterhaltsam die komplexen Zusammenhänge erklärt wurden.

Für alle anderen Vorträge am Samstag und Sonntag sowie die vier Workshops am Samstagnachmittag verweise ich auf den Artikel von Klemens im DAV-Journal. Denn ich habe am Rande all dieser vielen Veranstaltungen noch etwas ganz Besonderes erlebt.

Meine Kollegin Monika Schanz hat mir die Karten gelegt. Für die nächsten drei Monate bis Jahresende. Und da Monika eben auch eine versierte Astrologin ist, haben wir die Tarotkarten in Verbindung mit aktuellen Transiten gedeutet. Das war spannend und aufschlussreich.

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Ach ja und bevor ich es vergesse, natürlich habe ich mir am Bücherstand von Reinhardt Stiehle das inoffizielle Kongress-T-Shirt gekauft. Nun warte ich noch auf die passende Gelegenheit, es zu tragen.

Nachdem ich mir Darby Costellos Buch Mondbuch schon vor dem Kongress bestellt hatte, durfte ich eine weitere Neuerscheinung des Chiron-Verlags mitnehmen. Erstmalig sind Schriften von Tycho Brahe, einem dänischen Astronom und Astrologen des 16. Jahrhunderts, ins Deutsche übersetzt worden. Meine Rezension wird in einem der nächsten Hefte des Meridian-Fachzeitschrift für Astrologie erscheinen.