Sterne auf dem Ruhrtalradweg

Anfang der Woche bin ich den Ruhrtalradweg von Winterberg bis Fröndenberg gefahren. Auf der ersten Etappe landete ich im Rosendorf Assinghausen, ca. 30 Kilometer hinter Winterberg. 
Dort ist ein Rosenkranzgarten, mit zwei kleinen Kapellen und einer Grotte, in der eine Mutter Gottes mit einem Kranz aus zehn goldenen Sternen steht.

In der ersten Kapelle finden sich Danksagungen an Maria, die Mutter von Jesus. In der zweiten kleineren Kapelle steht Jesus in der Ölbergszene vor dem Engel, der ihm den Kelch reichen möchte. Auch hier finden sich goldene Sterne in der blauen Kuppel.Engel mit Kelch und Stern

Beide Darstellungen haben Ähnlichkeiten mit Tarotkarten aus der großen und kleinen Arkana. Der Engel mit den großen Flügeln, der den Kelch in seiner linken Hand hält, erinnert an den Buben oder den Ritter der Kelche.

Kelche stehen für das Wasser-Element, der Kelch ist aber auch das Symbol für den heiligen Gral. Im Tarot symbolisieren die Kelch-Karten Geschenke.Sie bringen uns mit unseren Gefühlen in Kontakt. Sie lassen uns Liebe und Nähe erfahren, machen uns berührbar. Manchmal sind die Kelche im Tarot gefüllt. Der Bube als Hofkarte hat einen Fisch in seinem Kelch. Auf der Karte mit den sechs Kelchen sind die Kelche mit Blumen gefüllt.

Maria mit den Sternen

Maria in der Grotte entspricht der Karte Nummer 17 in der großen Arkana. Das ist der Stern. Wir sehen eine nackte Frau, die der Erde zugewandt ist und das Wasser ausgießt. Um ihren Kopf herum sind sieben Sterne für die sieben alten Planeten angeordnet. Ein hell leuchtender gelber Stern steht genau über ihrem Kopf. Obwohl beide Figuren mit Sternen geschmückt sind, ist ihre Haltung zur Welt doch unterschiedlich.

Die Frau auf der Karte „Der Stern“ ist erdverbunden. Sie steht mit einem Beim im Wasser und gießt mit beiden Händen das Wasser  aus den Krügen auf die Erde. Maria hingegen richtet ihren Blick gen Himmel und faltet die Hände zum Gebet. Doch ganz unabhängig ob der Blick zum Himmel oder auf die Erde gerichtet ist. Sowohl die Muttergottes als auch die Wasserträgerin  sind hingegeben an das, was sie tun und  versinken ganz in ihrer Tätigkeit.