Astro-Tipps für Reisende

Wer Planeten in den Zeichen Zwillinge und Schütze hat, geht gerne auf Reisen. Während die Zwillinge Kurzreisen lieben, treibt es die Schützen hinaus in die große weite Welt. Fernweh und Fernreisen gehören zum Lebenselixier des neunten Zeichens.

Reisen bildet! Das ist das Motto des Schützemenschen. Hermann Graf Keyserling behauptet in seinem berühmten „Reisetagebuch eines Philosophen“, dass der kürzeste Weg zum Selbst einmal um die ganze Welt führt. Er hatte Jupiter im ersten Haus.

In diesem Sinnen wünsche ich Ihnen gute Reise und viel Freude mit den Astro-Reisetipps.

Paris mon amour

Paris war zu den Zeiten der Belle Epoque das Zentrum der Moderne. Im Herzen dieser Stadt wurde mehr gedacht, gesprochen und geschrieben als irgendwo sonst auf der Welt. Das behauptet zumindest Jean Giradoux. Allgemein wird Paris als Waage-Stadt gesehen. Die Haute Couture wurde hier erfunden und Paris ist die Stadt der Liebe.

Der älteste Teil der Hauptstadt ist die Ile de la Cité. Seit dem 12. Jahrhundert ist die Insel mit der Kathedrale von Notre-Dame das Zentrum der Seine-Metropole, Vor dem Haupteingang ist im Pflaster der Point Zero eingelegt, Frankreichs Referenzpunkt für Entfernungsangaben.

Über die berühmte Brücke Pont Neuf ist die Ile de la Cité mit den anderen Stadtteilen verbunden.

Rive gauche, nämlich links der Seine, ist das traditionelle Gelehrten- und Bildungsviertel mit dem berühmtesten englischen Buchladen in Paris am Quai Viviani. Tout le monde traf sich damals hier oder am Montparnasse, James Joyce, Gertrude Stein, Ernest Hemingway, Pablo Picasso, Man Ray….

Zwischen dem Eiffelturm und der École Militaire erstreckt sich das Gelände des Champs de Mars, das Marsfeld, ehemals ein kriegerischer Ort, heute einer von zahlreichen schönen Plätzen der Stadt.

Institut für tibetisch-medizinische Astrologie

Das Institut für tibetisch-medizinische Astrologie – Men Tsee Khang – wurde 1961 im Exil der Tibeter in Dharamsala vom jetzigen vierzehnten Dalai Lama gegründet. Men Tsee Khang setzt sich zusammen aus Men (Medizin), Tsee (Astrologie) und Khang (Zuhause) und ist die Verbindung von Astrologie und Medizin unter einem Dach.

Die medizinische Astrologie, die dort praktiziert wird, geht zurück auf die Lehren Yuthok Yanthen Gompos, der im siebten Jahrhundert der Leibarzt des tibetischen Königs war. Wesentliche philosophische Grundlagen liefert das sogenannte Kalachakra, die tibetische Lehre vom Rad der Zeit.

Auf die großformatigen Horoskope des Men Tsee Khang muss man lange warten, sie werden ca. ein halbes Jahr nach der Bestellung geliefert. Die Berechnung erfolgt nach dem tibetischen Mondkalender. Die Deutung basiert auf ayurvedischen Lehren und dem fünf-Elemente-System. Man bekommt erstaunlich konkrete medizinische Prognosen für einzelne Lebensjahre.

Weitere Informationen über die Arbeit des Men Tsee Khang und die tibetische medizinische Astrologie entnehmen die geneigten LeserInnen bitte der hochoffiziellen Tibet-Seite.

Die Algarve

Die Algarve hat ihren Namen von den Mauren erhalten, sie nannten die südwestliche Küste der iberischen Halbinsel Al Gharb (der Westen).  Zwischen 711 und 1250 sorgten die Mauren für eine Blüte der Wissenschaften und Künste. Spuren sind noch heute zu finden, so etwa in Silves, das ehemals Hauptstadt des Königreichs Al Gharb war.

Heute lebt die Region vom Tourismus, weiße Sandstrände zwischen rötlichen Steilklippen aus Sandstein bieten dem sonnenhungrigen Urlauber nahezu in jeder Jahreszeit angenehme Temperaturen, der Fischfang ist als Einnahmequelle seit Jahrzehnten rückläufig. Doch Neptun ist trotzdem allgegenwärtig, in Form der zahlreichen Fischmotive auf Keramikprodukten, aber auch im Fadogesang und der „Saudade„, einer portugiesischen Spielart der Melancholie. Und nicht zuletzt ist der historisch begründete und landesweit verbreitete „Sebastianismo“ dem Weltschmerz des Fischezeichens sehr nahe.

Tarotgarten bei Pescia Florentina

Bei Pescia Fiorentina, nahe der Grenze zur Region Latium, kann man auf einem Hügel nördlich der Aureliastraße den „Giardino dei Tarocchi“ bewundern.

Es ist der Tarotgarten der Künstlerin Niki de Saint Phalle, deren große Nanas in zahlreichen Hauptstädten auf der ganzen Welt zu finden sind, u.a. in Paris vor dem Centre Pompidou.

Die zweiundzwanzig Tarotkarten der Großen Arkana sind in diesem Gartenpark als mächtige phantastische Skulpturen mit Symbolen, Spiegeln und farbiger Keramik zwischen jahrhundertealten Bäumen zu besichtigen.

Niki de Saint Phalle war Skorpionaszendent mit einer Skorpionsonne am Aszendenten. Die Skulptur, die der 13. Karte im Tarot, dem Tod, zugeordnet wird, hat ihr nach eigenem Bekunden am meisten Spaß bereitet.

Aby Warburg Sammlung im Hamburger Planetarium

Das Hamburger Planetarium ist seit 1930 in einem ehemaligen großen Wasserturm im Stadtteil Winterhude untergebracht. Hier war schon in den dreißiger Jahren die Sammlung zur Geschichte von Sternglaube und Sternkunde zu sehen, die der Kunsthistoriker Aby Warburg für sein Mnemosyne-Projekt zusammengetragen hatte.
Mnemosyne, die griechische Göttin der Erinnerung und Mutter der Musen, war Namensgeberin für diesen großen Bildatlas, in dem Warburg anhand von ikonografischen Reihen und sinnträchtigen Bildkonstellationen das Bildgedächtnis der europäischen Kultur rekonstruieren wollte.

Astronomische Uhr im Straßburger Münster

J.W. von Goethe lebte ab 1770 in Straßburg und geriet beim Anblick des Straßburger Münsters ins Schwärmen. Kein Wunder! Fast 250 Jahre war die Kathedrale mit ihrem Nordturm von 142 Metern das höchste Gebäude der Welt.

Die astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert ist ein besonderes Highlight für Astrofreunde. Die Synthese von Kunst und Technik, so wie sie in der Renaissance gepflegt wurde, zeigt sich hier in ihrer ganzen Pracht. Im unteren Teil der Uhr zeigt ein ewiger Kalender den jeweiligen Tag an. Davor ist eine Himmelskugel zu sehen, links ein Kirchenkalender zur Berechnung der beweglichen Festtage, rechts außen sind Sonnen- und Mondgleichungen zu verfolgen.

Über dem ewigen Kalender erscheinen im Turnus die Gottheiten der sieben Wochentage auf ihrem Wagen. Im oberen Mittelteil ist ein kopernikanisches Planetarium zu sehen, darüber eine Kugel mit den Mondphasen.

Glastonbury

Glastonbury, ein kleines Städtchen im Süden Englands, gilt als britisches Woodstock. Doch nicht nur im Juni zum alljährlichen Open-Air Festival wird der Ort von Neo-Hippies, Druiden und New-Age Begeisterten heimgesucht. Denn Glastonbury, das ist die einst sagenumwobene Insel Avalon. Am Fuße des Hügels Tor sollen Eingeweihte den Eingang zum Feenreich Annwn finden. Einen Steinwurf weit entfernt liegt die Quelle Chalice Well. Einer Legende zufolge wurde hier im Jahre 63 n. Chr. der Gralskelch vergraben. In den Ruinen der alten Glastonbury Abbey ist die Grabstätte von König Artus und seiner Gemahlin Guinivere.

Wer den heiligen Gral sucht, wird ihn (wenn überhaupt) in Glastonbury finden. Die Steinkreise von Stonehenge und Avebury liegen auf dem Weg, wenn man von London aus auf den Spuren Merlins in den Südwesten Emglands reist.

New York City

Urlaub nach Südengland empfiehlt sich für Neptuntransite, New York City hingegen ist ein Reiseziel im Zeichen der Zwillingsenergie. Nicht umsonst nennt man die eigentliche Hauptstadt der USA „the City that never sleeps!“

Nirgendwo kann man so schnell durch verschiedene Welten eilen. Nur wenige hundert Meter läuft man, um von Soho über Little Italy nach Chinatown und zur Wall Street zu gelangen.

Für Kurzreisen empfiehlt sich ein straightes Sighseeing-Programm. Es gibt einfach viel zuviel zu sehen. So kann die Auswahl leicht zur Qual werden.

Unverzichtbar sind ein Ausflug nach Coney Islands, ein Spaziergang im Central Park und über die Brooklyn-Bridge, der Besuch des Metropolitan Museum und der Blick vom Empire State Building.

Mögen Sie wie seinerzeit Hermes mit Flügeln an den Füßen gesegnet sein, wenn Sie sich aufmachen, die Weltmetropole der Kommunikation erkunden!

Kathedrale von Chartres

Die Notre-Dame Kathedralen von Bayeux, Rouen, Amiens, Reims, Laon, Paris, Chartres und Evreux bilden, wie Louis Charpentier festgestellt hat, das Sternbild der Jungfrau auf Erden ab. Alle acht Kirchen sind Maria geweiht.
Alleine schon diese Tatsache ist bemerkenswert und lässt staunen, nahezu schwindlig machen jedoch die gigantischen Ausmaße der gotischen Kathedrale zu Chartres. Die beiden Türme des Westportals sind ungefähr 110 m hoch, das Kirchenschiff 130 m lang.
Die wunderschönen Glasfenster, wie etwa das Fenster der blauen Jungfrau oder das Tierkreiszeichenfenster und die hohen Spitzbögen im Inneren der Kathedrale lassen erahnen, wie sehr sich der kleine mittelalterliche Mensch mit dem großen Universum verbunden fühlte.

Athenebrunnen in Wien

Vor dem österreichischem Parlamentsgebäude wurde 1918 die Republik ausgerufen. Und hier an diesem historischen Ort findet sich eine der schönsten Ringplastiken, der prächige Pallas-Athene-Brunnen, der zwischen 1893 und 1902 erbaut wurde. Vier liegende Figuren stellen allegorisch die wichtigsten Flüsse der Monarchie dar. Darüber erheben sich die beiden Frauenfiguren für die gesetzgebende und die vollziehende Gewalt.

Und über allen thront hoch oben auf einer Säule die Göttin der Weisheit, Pallas Athene, mit ihrem goldenen Helm. Pallas Athene soll ja dem Haupt von Zeus entsprungen sein, sie ist also eine Göttin per Kopfgeburt.

Der Neptunbrunnen in Berlin

Am 1. November 1891 wird der Neptunbrunnen unter einer Konjunktion von Neptun und Pluto feierlich eingeweiht. Es ist ein Skorpion-Neumond und die Stadt Berlin macht dem damals noch jungem Kaiser Wilhelm II. mit diesem Brunnen ein Geschenk zum Amtsantritt.

Bis 1951 stand Neptun mit seinen Gefährtinnen vor dem Berliner Stadtschloss. 1969 wurde der Brunnen dann im Achsenschnitt von Fernsehturm und Rotem Rathaus neu aufgestellt.

Schöpfer des Bauwerks war der Berliner Bildhauer Reinhold Begas. Die Ähnlichkeiten zum Brunnen der Pallas-Athene in Wien sind unübersehbar, auch hier werden vier Flüsse in allegorischer Form als Nymphen dargestellt. In ihrer Mitte thront Neptun-Poseidon mit seinem Dreizack auf einer Muschel, die von vier Tritonen getragen wird.
Fische- und Skorpion-Geborene dürften sich an diesem Ort besonders wohlfühlen.

Würzburger Residenz

Liebhaber des Barock können in Würzburg Station machen – und das prächtige Schloss des Fürstbischofs von Schönborn besuchen. Der Architekt der Residenz war Balthasar Neumann, der auch die Kapelle in Vierzehnheiligen baute. Das Treppenhaus mit seinen wunderbaren und atemberaubenden Deckenfresken ist weltberühmt.

Der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo malte hier von 1750 bis 1753 die damals bekannten vier Erdteile und schmückte sie mit Gestalten und Göttern aus der griechisch-römischen Mythologie. Apollon zieht mit seinem Sonnenwagen am Himmel entlang, Venus, Amor, Bacchus, Ceres und Fortuna, Saturn, Merkur und Zeus, alle sind sie hier versammelt.

Kathedralen der Industriekultur

Die Geschichte des Ruhrgebiets ist auch eine Geschichte der Industrialisierung und ihrer zerstörerischen Folgen. Noch vor einem halben Jahrhundert boomten Kohle und Stahl. Das deutsche Wirtschaftswunder wurde zwischen Ruhr und Emscher erarbeitet. Mit dem Zechensterben in den sechziger Jahren begann der Niedergang. Heute werden im Ruhrgebiet exemplarisch postindustrielle Perspektiven entwickelt.

Ehemalige Hochöfen, Zechen, Kokereien und Gasometer verwandeln sich in Gründer- oder Sportzentren, Museen und Theater, umgeben von Stadtteilparks, die über ein Fahrradwegenetz miteinander verbunden sind.

Vorzeigeprojekt der Region ist die Essener Zeche Zollverein, die als Weltkulturerbe der Unesco imKulturhauptstadtjahr einen zentralen Ankerpunkt bildet. Mehrere Museen sind auf dem Gelände angesiedelt.

Weitere Industriedenkmäler wie die Bochumer Jahrhunderthalle, der Gasometer in Oberhausen oder das ehemalige Hüttenwerk im Landschaftspark Duisburg-Nord sind Schauplätze für hochkarätige Kulturveranstaltungen.

Neptunwelten berichtet regelmäßig über Ereignisse in der Region und hat dazu eine eigene Rubrik geschaffen: Tief im Westen.

Zodiak Restaurant in Essen

Weltenreisende, die im Kulturhauptstadtjahr den Weg nach Essen finden, können in der Witteringstraße 41 im ältesten vegetarischen Restaurant des Ruhrgebiets ihre Pizza nach den zwölf Tierkreiszeichen auswählen.

Die Astrotipps für Reisende sind seit dem 3. Dezember 2003 online, werden unregelmäßig ergänzt und sind exklusiv nur auf Astrologos zu lesen.