In eigener Sache oder Pluto einmal anders

Aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird aufgefallen sein, dass es hier im Blog zuletzt sehr ruhig war. Auch eine Reihe von Veranstaltungen in 2019 wurden aus der Liste der Seminare genommen.

Der Grund hierfür ist ein schlimmer und tragischer Todesfall in meiner Familie. Ein junger Mensch, der einzige und sehr geliebte Sohn meiner älteren Schwester ist auf tragische Weise ums Leben gekommen.

Nun ist es schon schlimm genug, wenn Kinder vor den Eltern sterben. Doch auch ein plötzlicher Tod ist für die Hinterbliebenen anders als ein Sterben, das über einen langen Zeitraum begleitet werden kann. Auf den Tod meiner Eltern, die beide in den letzten Jahren im hohen Alter von über 90 Jahren gestorben sind, konnte ich mich lange vorbereiten und Abschied nehmen.

D. verschwand von einem Tag auf den anderen aus meinem Leben und dem Leben unserer Familie. Die verstörende Nachricht erhielten Schwester und Schwager am Morgen des 22. Februar: Ein Besuch der Polizei, begleitet von einem Seelsorger, ein Schreiben der Botschaft von Panama, in dem der Tod des Sohnes am 20. Februar mitgeteilt wurde.

Die darauffolgenden Wochen und Monate waren wie ein großer und schlimmer Alptraum. Die panamaischen Behörden, die zunächst kooperativ wirkten, nötigten uns eine beispiellose bürokratische Prozedur auf, um die sterblichen Überreste nach Deutschland zu überführen. Schlussendlich konnten wir D. erst drei Monate nach seinem Tod in seiner alten Heimat bestatten.

Da meine Schwester und ihr Mann einen Ort weiter wohnen, habe ich diesen Jungen von Geburt an aufwachsen sehen. Glücklicherweise bin ich von meinen Geschwistern mit vielen Nichten und Neffen beschenkt worden, die Verbindung zu D. war aber aufgrund der räumlichen Nähe immer besonders eng. Wir haben zusammen gespielt und gemalt und ich bekam wunderschöne Bilder geschenkt.

Während seiner Schulzeit haben wir unzählige Filme zusammen gesehen und als D. älter wurde, gingen wir oft zusammen ins Theater. Seit Mitte der 90er teilten wir unsere Liebe zum Internet, das für uns in den ersten Jahren tatsächlich ein Ort der Freiheit und des Miteinander war.

Mit ihm habe ich gemeinsam die Astrologos-Homepage Anfang 2002 registriert und er programmierte mir für die erste Seite ein CMS auf PHP-Basis. 2006 zog er nach Berlin, um dort sein Physikstudium am Albert-Einstein-Institut zu beenden. Das Thema seiner Diplomarbeit waren die schwarzen Löcher.

Und so teilen wir eben auch unsere Liebe zu neuen unbekannten Dimensionen des Lebens und des Weltraums. Die Ergebnisse der neurobiologischen Forschungen faszinierten uns ebenso wie buddhistische Meditationstechniken oder das erste iPhone.

Nach seinem Studium gründete D. einige Start-Ups und war maßgeblich an der Entwicklung der Sprachlern-App Babbel beteiligt. In den letzten drei Jahren seines Lebens arbeitete er als Programmierer und Entwickler, oft genug unterwegs in irgendeinem Co-Workingspace rund um den Erdball. Berlin war ihm zu klein geworden.

D.s Tod ist für mich, aber vor allem für seine Eltern ein schwerer Verlust und die Trauer und der Schmerz über diesen Verlust sind unendlich groß. Über Wochen hinweg unterstützte ich seine Eltern, um die Umstände, die zu seinem Tod geführt haben, zu enträtseln und die vielen bürokratischen Hindernisse zu überwinden. Meine astrologische Arbeit und viele andere Aktivitäten sind in diesen Wochen in den Hintergrund getreten

Mit etwas Abstand kann ich jetzt sagen, dass ich in einem speziellen Schockzustand gefangen war, ausgelöst durch die Nachricht, die uns an jenem schwarzen Freitag erreichte. Inzwischen habe ich u.a. dank eines Aufstellungswochenendes bei Peter Orban (sehr empfehlenswert!) das Erschrecken und diesen Verlust ein Stück weit verarbeiten können.

Allmählich entwickelt sich dabei eine neue Perspektive auf den Tod und das Sterben sowie die Planeten Saturn und Pluto, die nun schon etwas länger mein viertes Haus transitieren. Pluto als Hades, Herrscher der griechischen Unterwelt, verkörpert für mich nun noch einmal spürbar anders den Schmerz des Loslassen, die Verluste, die wir im Leben erleiden.

Es wird sich zeigen, wie der Tod von D. mein Leben und meinen Umgang mit dem Sterben verändern wird. „Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben“, dieser Beginn eines gregorianischen Chorals aus dem Mittelalter erinnert uns an die Vergänglichkeit. Ich versuche zur Zeit – bewusster denn je – mit dieser Tatsache zu leben.

Danken möchte ich an dieser Stelle meinen Freundinnen und Freunden, meinen Schülerinnen und Schülern und den Kollegen und Kolleginnen, die mich mit ihrem Verständnis, guten Gesprächen und einer großen Portion Mitgefühl unterstützt haben und unterstützen. Ihr seid so wertvoll in einer solch schlimmen Zeit. Danke! Danke!

Ein Zitat von Friedrich Hölderlin aus der Trauerkarte für D. soll meinen heutigen Blogbeitrag beenden.

Die Linien des Lebens sind verschieden
Wie Wege sind, und wie der Berge Gränzen
Was wir hier, sind kann dort ein Gott ergänzen
Mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden.

Nina Hagen in Bochum

Das Bochumer Schauspielhaus, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, hat Nina Hagen für zwei Konzerte nach Bochum geladen.

Heute findet das Zusatzkonzert statt, zu dem ich eine Karte geschenkt bekam und ich bin gespannt. Brecht und Blues lautet das Programm, in der Ankündigung ist zu lesen, dass es auch Selbstvertontes von Else Lasker-Schüler und Goethe sowie Songs von Bob Dylan, Leonard Cohen und Johnny Cash geben wird.

Mit Johnny Cash teilt Nina Hagen das Sonnenzeichen Fische. Beide sind Kandidaten mit unsicheren Uhrzeiten. Auch wenn die Zeitangabe zu Nina Hagen in der Astrodatabank ein A-Rating bekommt, bezweifle ich den Jungfrau-Aszendenten seit Jahrzehnten und tippe auf Löwe-AC.

Nina Hagen, 11. März 1955, 17.30 Uhr (MEZ), Berlin, D
Datenquelle: Astrodatabank mit einem A-Rating

Nun kann man es sich einfach machen und siderisch statt tropisch denken. Dann haben wir einen Löwe-Aszendenten, aber die Sonne rutscht ins Zeichen Wassermann. Freiheitsliebe und das berühmte Aus-der-Reihe-tanzen ist sicher ein Merkmal dieser eigenwilligen Person.

Doch 1978 singt Nina Hagen auf ihrem Debütalbum: „Sie will ein Fisch im Wasser sein, im flaschengrünen, tiefen See, sie will mit Wasser sich besaufen und `n paar Blasen blubbern lassen, was sie dann will, das ist mit Neptun schweigen und in Ruhe tun, was sie sonst nie tun kann und so….“

Ein absolut stimmiges Statement zum Zeichen Fische und dessen Herrscher Neptun. Und wer möchte Nina nach diesem Song die Fische-Sonne streitig machen?

Man müsste im Fall von Nina Hagen genau genommen eine Geburtszeitkorrektur machen. Wo sind die Experten, die dieses Verfahren eh bei jeder Horoskopberatung durchführen? So zumindest lautete das Ergebnis einer Facebook-Umfrage vor geraumer Zeit, die vom Meridian durchgeführt wurde.

Ich werde heute Abend den Auftritt von Nina Hagen genau beobachten, denn der Aszendent beschreibt ja, wie jemand in Erscheinung tritt und seine Anlage – frei nach Döbereiner – auf die Bühne bringt. Vielleicht komme ich mit ganz neuen Erkenntnissen nach Hause, denn es ist meine erste Live-Begegnung mit Frau Hagen (und ich sitze ziemlich weit vorne ;-). Der Konzert- Bericht folgt.

Der Konzertbericht

Wie zu erwarten war, gab es weder die alten noch neue Hits von Nina Hagen zu hören. Mit ihre Begleitband, bestehend aus zwei Personen, wurden vor allem Lieder aus den Stücken von Bertold Brecht intoniert. Dazu erzählte Frau Hagen von ihrer Familie, ihrer Mutter, die 1953 unter der Regie von Brecht im Berliner Ensemble spielte. Sie berichtete von ihren ersten Theaterbesuchen im Theater am Schiffbauerdamm, sah dort Helene Weigel und andere große Brecht-Interpret*innen. Kurz und gut, sie hat viel geredet, mit einer etwas heiseren Stimme.

Nach wie vor ist ihr Stimmumfang beeindruckend und dass sie gelegentlich wirres Zeug über UFOS und andere merkwürdige Dinge von sich gibt, verzeiht man ihr gerne. Und was ihren Aszendenten betrifft, bin ich nun noch mehr davon überzeugt, dass die Geburtszeit mindestens eine Stunde früher liegen muss. Alleine das Zettelchaos, das um sie herum auf der Bühne zu sehen war, spricht gegen einen Jungfrau-AC.

Auch ihre Löwe-Mähne mit teils rosa gefärbten Haaren, dazu die ausgeprägte Begabung als Rampensau ein Publikum über zwei Stunden gut zu unterhalten, sind weitere Hinweise auf einen Löwe-Aszendenten, weshalb ich hier mein hypothetisches Horoskop zeige. Die Zeit muss natürlich noch mit einer ordentlichen Geburtszeitkorrektur verifiziert werden.

Nina Hagen, 11. März 1955, 15.30 Uhr (MEZ), Berlin, D
Datenquelle: siehe Text

Das Horoskop von Alexandria Ocasio-Cortez

Alexandria Ocasio-Cortez oder AOC, wie ihr Twitter-Name lautet, ist mit 29 Jahren die jüngste Kongress-Abgeordnete der USA. Seit ihrer Wahl hat sie überall auf der Welt Sympathien gewonnen, mit einer verblüffenden Offenheit und Integrität, mit klugen Analysen und nicht zuletzt einer großen Portion Humor.

Einige feiern sie schon als die kommende erste weibliche Präsidentin der USA. Es wird aber sicher noch ein paar Jahre dauern, denn wie das Geburtshoroskop verrät, hat sie gerade die erste Wiederkehr des Saturns hinter sich gebracht. Weiterlesen →

Lotte Minck liest in Mülheim

Schneller als man gucken kann, ist der Frühling da. Doch bevor die Fischezeit morgen um 22.58 Uhr endet, wird Lotte Minck heute Abend in Mülheim aus ihrer neuen Krimödie Venuswalzer lesen.

Leserinnen dieses Blogs werden wissen, dass Venuswalzer die zweite Krimödie der neuen Reihe mit der Hauptfigur Stella Albrecht ist. Sie löst Kriminalfälle mit Hilfe der Astrologie und wird dabei tatkräftig unterstützt, Weiterlesen →

Eine gute Astro-App für die klassische Astrologie

Die Astrologie-App AstroCharts [1] von Roman Shimchenko gibt`s in drei verschiedenen Versionen. Die Lite-Version ist kostenlos, dazu kommen eine Pro-Version (32,99 Euro) und die Full-Version (21,99 Euro). Ich habe AstroChartsLite und die kostengünstigere Profiversion getestet.

Schon die kostenlose Version hält hilfreiche Infos für die Stundenastrologie bereit. Wer gerade seinen Astrokalender Sternenlichter nicht dabei hat, aber zufällig sein iPhone in der Hosen- oder Handtasche, kann mit wenigen Klicks beispielsweise alle Mond-Aspekte in einer Liste finden. Weiterlesen →

UK-Horoskop und Brexit

In diesen Tagen wollen die Nachrichten über den Brexit nicht abreißen. Kein Wunder, hat doch das britische Unterhaus den Austritts-Vertrag, den die EU in mühseliger Kleinarbeit mit der britischen Premierministerin Theresa May zurecht gezimmert hatte, vorgestern abgelehnt, und zwar mit überwältigender Mehrheit!

Heute steht fest, dass nun am 29. Januar über einen sogenannten Plan B abgestimmt werden muss. Überall wird ein „Chaos-Brexit“ gefürchtet, seit der Vertrag vor zwei Tagen gescheitert ist. Das Referendum zu einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union fand bereits am 23. Juni 2016 statt. Weiterlesen →

Auf ein Neues und alles Gute in 2019

Direkt zu Beginn des neuen Jahres wechselt Mars ins Zeichen Widder. Gleichzeitig ist Uranus Ende Widder stationär. Er dreht am Tag der heiligen drei Könige, um wieder vorwärts zu laufen und berührt bis Anfang März zum dritten Mal die letzten anderthalb Grade im Zeichen Widder.

Der Jahresbeginn scheInt also bestens geeignet, um in 2019 die Komfortzonen zu verlassen und sich zu trauen, etwas Neues zu probieren. Deshalb gibt es heute Weiterlesen →

Frohe Weihnachten

Allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und eine besinnliche Zeit mit möglichst viel Ruhe und Muße, im Kreis der Familie oder der Freundinnen und Freunde oder auch alleine.

astrologie-frohe-weihnachten

Christen feierten und feiern in der heiligen Nacht die Geburt des Jesuskindes, das in einem Stall zur Welt kam. Andere wiederum feiern die Wiederkehr der Sonne, denn mit der Wintersonnenwende, in diesem Jahr am 21. Dezember, ist der jährliche Abstieg der Sonne beendet. Weiterlesen →

Schicht im Schacht oder das lange Ende der deutschen Steinkohle

Heute zur Wintersonnenwende wird im Ruhrgebiet das Ende einer langen Ära eingeläutet. Um 16 Uhr wird mit einem feierlichen Festakt das letzte Stück deutscher Steinkohle zutage gefördert und an den Bundespräsidenten überreicht.

Festakt zum Ende des deutschen Steinkohle-Bergbaus, 21. Dezember 2018, 16 Uhr (MEZ), Zeche Prosper Haniel in Bottrop, D

Schon das ganze Jahr 2018 hindurch hat der Ruhrpott Abschied genommen. Weiterlesen →

Stundenhoroskop mit Neptun in 1 und „Estoy perdido“

Estoy perdido ist spanisch und heißt soviel wie „Ich habe mich verlaufen“ oder wörtlich „Ich bin verloren gegangen“. Das ist mir während meines letzten Urlaubs im Dezember 2017 passiert.

Beginn der Wanderung, 7. Dezember 2017, 12.48 Uhr (GMT), Valle Gran Rey, E
Datenquelle: Mein Reisetagebuch

Ich wusste es aber schon vorher, dass ich mich verlaufen würde, denn ich hatte mir für den Beginn meiner Wanderung ein Stundenhoroskop gestellt. Weiterlesen →